Dok. 14-261
Die zehnjährige Rozina Pardo blickt in ihrem Tagebuch (...) auf die Verfolgung der Juden in Thessaloniki (...) zurück

Am 25. Februar [1943] hat man uns mit Kennzeichen versehen

  • Orte
  • Personen
  • Skript
  • Grenze Staatsgrenzen von 1937
  • Grenze Staatsgrenzen und Grenzen der Unionsrepubliken der UdSSR 1938–1941
  • Grenze Deutsch-sowjetische Demarkationslinie im besetzten Polen vom 28. Sept.1939
  • Grenze Grenze zwischen den eingegliederten Gebieten und dem Generalgouvernement

Rozina Pardo (*1933);bis Okt. 1944 hielt sie sich mit ihrem Vater, dem Elektrogerätehändler Haim Pardo (1898–1976), ihrer Mutter Evgenia (Ezeni) Beracha Pardo (1908–1973) sowie ihren beiden Schwestern Lili (1929–2012) und Deniz (*1938) bei einer christlichen Familie versteckt und nannte sich Roula Karakotsou; sie überlebte den Krieg in Thessaloniki.

[...]

 

Am 25. Februar [1943] hat man uns mit Kennzeichen versehen. An diesem Tag ging niemand zur Schule. Ich und meine Schwestern gingen aber dennoch hin. Ich wollte den Deutschen zeigen, dass ich trotz dieser Tyrannei meinen Schulbesuch nicht aufgeben würde. Diese Kennzeichen waren knallgelbe Sterne. Oh! wenn die Engländer kämen, dachte ich, dann würde ich sie alle einrahmen, damit ich mich an diesen Zustand der Tyrannei erinnere.