Dok. 14-203
Die zehnjährige Rozina Pardo blickt in ihrem Tagebuch auf den Einmarsch der Deutschen in Thessaloniki im April 1941 (...) zurück

Am Abend des 9. April 1941 marschierten die Deutschen in Thessaloniki ein

  • Orte
  • Personen
  • Skript
  • Grenze Staatsgrenzen von 1937
  • Grenze Staatsgrenzen und Grenzen der Unionsrepubliken der UdSSR 1938–1941
  • Grenze Deutsch-sowjetische Demarkationslinie im besetzten Polen vom 28. Sept.1939
  • Grenze Grenze zwischen den eingegliederten Gebieten und dem Generalgouvernement

Rozina Pardo (*1933);bis Okt. 1944 hielt sie sich mit ihrem Vater, dem Elektrogerätehändler Haim Pardo (1898–1976), ihrer Mutter Evgenia (Ezeni) Beracha Pardo (1908–1973) sowie ihren beiden Schwestern Lili (1929–2012) und Deniz (*1938) bei einer christlichen Familie versteckt und nannte sich Roula Karakotsou; sie überlebte den Krieg in Thessaloniki.

 

[...]

Am Abend des 9. April 1941 marschierten die Deutschen in Thessaloniki ein. Wir waren die ganze Nacht auf den Beinen. Am Morgen hatten wir unser Vermögen noch immer auf der Bank. Mama weinte, Papa war schrecklich bekümmert, und wir drei Schwestern saßen da, ohne ein Wort zu sprechen, was sollten wir auch sagen angesichts des Zustands unserer Eltern. Glücklicherweise kam Papa an einem strahlenden Frühlingstag an der Bank vorbei und sah, dass sie geöffnet hatte. Wir hoben alles ab, was wir hatten, womit dieses Kapitel erledigt war. Ja! Aber ich werde diese düsteren Ostertage nie vergessen.