Dok. 06-183
Die Ortskrankenkasse der Mechaniker und Optiker teilt dem Versicherungsamt Berlin am 2. November 1942 mit, dass für die Übernahme der Krankenhauskosten von Juden besondere Maßstäbe gelten

Betrifft: Mitglied Inge Sara Sperling

  • Orte
  • Personen
  • Skript
  • Grenze Staatsgrenzen von 1937
  • Grenze Staatsgrenzen und Grenzen der Unionsrepubliken der UdSSR 1938–1941
  • Grenze Deutsch-sowjetische Demarkationslinie im besetzten Polen vom 28. Sept.1939
  • Grenze Grenze zwischen den eingegliederten Gebieten und dem Generalgouvernement

Inge Sara Sperling (*1926) wurde am 12.3.1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

 

 

 

[Betrifft:] Mitglied Inge Sara Sperling, geb. 23.7.26

Die Kasse lehnt nach wie vor eine Kostenübernahme für die Zeit vom 15.7. bis 27.7.42 ab. Die Versicherte hat grundsätzlich in keinem Fall einen Rechtsanspruch, auf Kosten der Kasse in einem Krankenhaus verpflegt zu werden. Die ärztliche Behandlung ist durch Aushändigung eines Krankenscheines auf Grund der mit den Ärzten geschlossenen Verträge sichergestellt […].

Im übrigen ist festzustellen, daß die Juden der ganzen Welt gegen das Deutsche Reich im Krieg stehen und die hier in Deutschland lebenden zwangsläufig der Arbeit zugeführt wurden. Es ist somit ein anderer Maßstab an die Beurteilung der mit den Juden zusammenhängenden Fragen anzulegen als bei deutschen Volksgenossen, schon weil der prozentuale Anteil der Juden an Kranken besonders hoch ist.