Dok. 14-215
Meir Molho in Thessaloniki beruhigt am 18. August 1942 in einem Brief seinen nach Athen geflohenen Sohn

Lieber Solon,
es würde uns ein großes Vergnügen bereiten, wenn Du uns einige Zeilen schreiben könntest

  • Orte
  • Personen
  • Skript
  • Grenze Staatsgrenzen von 1937
  • Grenze Staatsgrenzen und Grenzen der Unionsrepubliken der UdSSR 1938–1941
  • Grenze Deutsch-sowjetische Demarkationslinie im besetzten Polen vom 28. Sept.1939
  • Grenze Grenze zwischen den eingegliederten Gebieten und dem Generalgouvernement

Meir Molho (1874–1943), Buchhändler aus Thessaloniki; nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

 

Solon Molho (1918–1997), Buchhändler aus Thessaloniki; im Juli 1942 nach Athen geflohen, hielt er sich bis Kriegsende unter falscher Identität auf der Sporadeninsel Skopelos versteckt; kehrte dann nach Thessaloniki zurück.

 

Lieber Solon,
es würde uns ein großes Vergnügen bereiten, wenn Du uns einige Zeilen schreiben könntest, um Mama zu beruhigen, die mir ständig in den Ohren liegt. Ich hoffe, dass es Dir weiterhin gutgeht und Du Dich gut durchschlägst. Hier ist alles in Ordnung, wir haben Onkel Isak und Tante Esther bei uns.
Grüße von allen, Mama und ich umarmen Dich herzlich,
Dein Vater