Dok. 13-109
Am 29. September 1944 beteiligen sich Hlinka-Gardisten und der deutsche Heimatschutz an der Großrazzia gegen Juden in Bratislava

Der Transport von insgesamt 1600 Juden rollte heute in das

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  • Grenze Staatsgrenzen von 1937
  • Grenze Staatsgrenzen und Grenzen der Unionsrepubliken der UdSSR 1938–1941
  • Grenze Deutsch-sowjetische Demarkationslinie im besetzten Polen vom 28. Sept.1939
  • Grenze Grenze zwischen den eingegliederten Gebieten und dem Generalgouvernement

Dr. Robert Lehmann (1910–1973), Lehrer; 1937 Umzug von der ČSR nach Deutschland; 1938 NSDAP- und SS-Eintritt; ab 1939 im RSHA, Gruppe I B, Sept. 1944 Stellv. Chef der Einsatzgruppe H in der Slowakei, Dez. 1944 auch Führer des z.b.V.-Kommandos 29; nach dem Krieg in Deutschland, Besitzer einer chemischen Fabrik in Osnabrück.

Meldung zum Lagebericht, gez. SS-Hauptsturmführer Lehmann

 

In der Nacht zum 29.9.1944 wurde in Pressburg eine grössere Judenaktion durchgeführt. Mangels eigener exekutiver Kräfte stellte die Hlinkagarde und der deutsche Heimatschutz 600 uniformierte Männer. Eine Kompanie der Luftwaffe übernahm die Strassensicherung.

Die Durchkämmung des Judenviertels ergab über 1000 Festnahmen. Durch Einzelaktionen wurden gleichzeitig prominente, aber auch viele getaufte Juden festgenommen.

Der Transport von insgesamt 1600 Juden rollte heute in das KL Sered, von wo aus anschließend die Überführung in das KL Auschwitz erfolgt.

Die Aktion verlief ohne Zwischenfälle. Sie wurde auch deshalb in großen Kreisen der Bevölkerung Pressburgs mit Genugtuung aufgenommen, weil an ihr ausschließlich slowakische Staatsangehörige beteiligt waren.