Dok. 13-045
Der deutsche Gesandte Ludin gibt am 4. Dezember 1941 dem Auswärtigen Amt bekannt, dass die slowakische Regierung mit der Deportation der im Reich lebenden slowakischen Juden einverstanden ist

Slowakische Regierung hat auf Anfrage geantwortet, sie

  • Orte
  • Skript
  • Grenze Staatsgrenzen von 1937
  • Grenze Staatsgrenzen und Grenzen der Unionsrepubliken der UdSSR 1938–1941
  • Grenze Deutsch-sowjetische Demarkationslinie im besetzten Polen vom 28. Sept.1939
  • Grenze Grenze zwischen den eingegliederten Gebieten und dem Generalgouvernement

Fernschreiben
Slowakische Regierung hat auf Anfrage geantwortet, sie sei mit Abschiebung der Juden slowakischer Staatsangehörigkeit in die östlichen Ghettos grundsätzlich einverstanden, müsse jedoch großen Wert darauf legen, daß slowakische berechtigte Ansprüche auf bewegliche und unbewegliche Vermögen dieser Juden durch Abschiebung in den Osten nicht gefährdet würden. Nach slowakischer Darstellung handelt es sich fast durchweg um Juden, die nach den Ereignissen des Oktober 1938 aus der autonomen Slowakei ins heutige Protektoratsgebiet übersiedelt sind und ihre Vermögen rechtswidrig mitgenommen haben. Slowakische Regierung anfragt, ob seinerzeit auch die Vermögenswerte der Juden slowakischer Staatsangehörigkeit im Reich im einzelnen registriert worden sind, sodaß für künftige Verhandlungen über Rückführung dieser Vermögenswerte nach Abtransport für Juden Grundlagen vorhanden wären; ferner fragt sie an, ob deutscherseits Bereitwilligkeit besteht, auf Grund dieser Unterlagen die Rückführung der jüdischen Vermögenswerte bzw. ihre Nutzbarmachung im slowakischen volkswirtschaftlichen Interesse zu gestatten und über die Durchführung im einzelnen zu verhandeln. Habe bereits erklärt, daß berechtigte slowakische Interessen an jüdischen Vermögenswerten deutscherseits sicher im Rahmen des Möglichen gewahrt würden. Erbitte Weisung, wie slowakische Anfrage im einzelnen beantwortet werden kann.