Dok. 08-175
Sowjetische Agenten schlagen am 3. September 1942 vor, die in die Wälder um Rowno geflüchteten Juden zu bewaffnen und aus ihnen Kampfeinheiten zu bilden

Um uns herum in den Wäldern halten sich Juden versteckt, die

  • Orte
  • Personen
  • Skript
  • Grenze Staatsgrenzen von 1937
  • Grenze Staatsgrenzen und Grenzen der Unionsrepubliken der UdSSR 1938–1941
  • Grenze Deutsch-sowjetische Demarkationslinie im besetzten Polen vom 28. Sept.1939
  • Grenze Grenze zwischen den eingegliederten Gebieten und dem Generalgouvernement

Pavel Anatol’evič Sudoplatov (1907–1996), Geheimdienstoffizier; von 1925 an Mitarbeiter der ukrain. GPU, seit 1932 Mitarbeiter der sowjet. OGPU, 1939 zum stellv. Direktor der sowjet. Auslandsspionage ernannt, von 1946 an für Sabotageaktionen im Ausland zuständig; 1953–1958 Haft, anschließend als Übersetzer und Schriftsteller tätig, 1992 rehabilitiert.

 

Panteleimon Kondratjevič Ponomarenko (1902–1984), Schlosser; von 1938 an Erster Sekretär des ZK der KP(b) Weißrusslands, seit Mai 1942 zudem Leiter des Zentralstabs der Partisanenbewegung, von 1944 an Vorsitzender des Rats der Volkskommissare der BSSR; von 1955 an sowjet. Botschafter in Polen, Indien und den Niederlanden.

Schreiben (streng geheim) an den Leiter des Zentralstabs der Partisanenbewegung

 

Aus dem Rayon Rowno, Ukrainische SSR, erreichte uns am 1. 9. 1942 folgende Meldung: „Um uns herum in den Wäldern halten sich Juden versteckt, die den Erschießungen entkommen konnten, und zwar in Gruppen zu je 15–20 Menschen. Ihre Frauen und Kinder wurden erschossen. Sie brennen vor Verlangen nach Rache.

Es könnte eine Kampfeinheit gebildet werden. Waffen und Munition werden benötigt.“