Dok. 08-002
Ukrainische Bürger bitten die Stadtverwaltung von Kamjanec’-Podil’s’kyj (Kamenec-Podol’skij) am 9. September 1941, zwei Juden weiterhin als Friseure arbeiten zu lassen

Wir, die unterzeichnenden ukrainischen Bürger, Einwohner des

  • Orte
  • Skript
  • Grenze Staatsgrenzen von 1937
  • Grenze Staatsgrenzen und Grenzen der Unionsrepubliken der UdSSR 1938–1941
  • Grenze Deutsch-sowjetische Demarkationslinie im besetzten Polen vom 28. Sept.1939
  • Grenze Grenze zwischen den eingegliederten Gebieten und dem Generalgouvernement

Wir, die unterzeichnenden ukrainischen Bürger, Einwohner des Bezirks Pol’ski fil’varky, bitten Sie, Herrn Bürgermeister, dem Herrn Gergi Ickovyč Gel’man und seinem Sohn, dem Frisör Zanvel’ Gergikovyč Gel’man, zu erlauben, im Bezirk Pol’ski fil’varky zu arbeiten. Die beiden waren in keiner sowjetischen Organisation tätig, und es wurde bei ihnen nichts Verdächtiges festgestellt. Sie waren den Ukrainern gegenüber stets freundlich, die ganze ukrainische Bevölkerung würde die beiden Herren gern in Pol’ski fil’varky arbeiten sehen.

Aus diesem Grund bitten wir Sie, Herrn Bürgermeister, unsere Bittschrift zu bewilligen und den o. g. Herren Ihre Erlaubnis für die Arbeit in Pol’ski fil’varky zu erteilen.
Die Dienstzeit des Herrn Gergi Gel’man beträgt bereits 55 Jahre.