1931 in Breslau geboren als Sohn eines jüdischen Vaters und einer zum Judentum konvertierten Mutter; nach dem Schächtverbot 1934 erzwungene Schließung der Fleischerei des Vaters; ab 1937 Besuch der jüdischen Schule in Breslau; am 10. November 1938 Verschleppung des Vaters ins KZ Buchenwald; ab 1941 illegaler Besuch einer deutschen Schule; 1943 Zwangsumsiedlung ins Breslauer Getto; ab 1944 Zwangsarbeit; im Februar 1945 mit Mutter und Schwestern in ein Barackenlager beim Oderhafen deportiert; Flucht während russischer Fliegerangriffe; in einer verlassenen SS-Siedlung versteckt bis zur Befreiung durch die Rote Armee; lebt heute, nach langjähriger Tätigkeit als Vorsitzender der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen, als aktives Gemeindemitglied und Zeitzeuge in Erfurt.

 

Wolfgang Nossen liest:
Dok. 05–001