Ein Gespräch über Erinnerung und neue Forschung

 

Mit Dr. Eva Umlauf, Dr. Charlotte Knobloch, Dr. Susanne Heim,
Prof. Dr. Dieter Pohl; Moderation: Prof. Christoph Lindenmeyer

 

„Information ist Abwehr”, sagte einst Simon Wiesenthal, der eine Verpflichtung der Zeitzeugen des Holocausts nicht nur gegenüber den Toten sondern gerade gegenüber den kommenden Generationen sah. Wie Wasser, so sagte ein anderer Holocaust-Überlebender, sucht sich die Erinnerung ihre eigenen Wege in neue Räume und zu anderen Menschen. Was aber bedeutet dies für die Zeitzeugen, ganz gleich, ob sie als Kinder oder als Erwachsene aus den Vernichtungslagern befreit wurden?
Das Gespräch mit den Zeitzeugen und den Historikern befasst sich mit der Entstehung und den Folgen des Antisemitismus - bis hin zum Holocaust. Dabei stehen die neuesten Forschungsergebnisse zur Ermordung der Juden und ihren Tätern wie Mitläufern seit der Öffnung der osteuropäischen Archive ebenso im Mittelpunkt wie viele wiederentdeckte schriftliche Aufzeichnungen der verfolgten Juden über ihr unermessliches Leid.

 


ARD alpha: Denkzeit vom 9. 5. 2015, 90 min