Dok. 07-324
Die rumänische Verwaltung der Bukowina berichtet am 1. Juli 1942 über die Wiederaufnahme der Deportationen nach Transnistrien

Über die Organisation und die Durchführung der Evakuierungsaktion der

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  • 1942
 
  • 1943

Manea Bocioagă; stellv. Leiter des Militärkabinetts des Gouvernements der Bukowina, war für alle jüdischen Angelegenheiten verantwortlich.

Bericht des Militärkabinetts im Gouvernement der Provinz Bukowina, Czernowitz, gez. Manea

 

Über die Organisation und die Durchführung der Evakuierungsaktion der Juden aus dem Gebiet der Provinz Bukowina im Monat Juni 1942 haben wir die Ehre, Folgendes zu berichten:

Um die Juden aus der Stadt Czernowitz zu evakuieren, wurden all jene Juden namentlich aufgelistet, die nicht im Herbst 1941 (mit der Gruppe II) evakuiert worden sind; von diesen Listen hat der Gouverneur die über 70-Jährigen und ihre Familienmitglieder gestrichen.

Die solchermaßen erstellten Listen wurden der Stadtverwaltung Czernowitz mit Schreiben […] vom 7. Mai 1942 und dem regionalen Polizeiinspektorat mit Schreiben […] vom 2. Juni 1942 zugesandt.

Die Listen umfassten 4471 Juden, von denen 607 Juden aus Altersgründen ausgenommen wurden. Folglich blieben zur Evakuierung 3864 Juden.

Die Leitlinien für die Durchführung der Evakuierungen waren einvernehmlich vom regionalen Polizeiinspektorat und der Stadtverwaltung Czernowitz festgelegt worden, wobei der erste Judentransport am 8. Juni 1942 vom Bahnhof Grădina Publică abfahren sollte.

Gemäß der Übereinkunft mit dem Gouvernement Transnistrien und den Anweisungen des chiffrierten Telegramms Nr. 307 vom 21. Mai 1942 wurde festgelegt, dass die Juden in Konvois zu jeweils 2000 Individuen evakuiert werden. Dem Gouvernement Transnistrien wurde mittels chiffriertem Telegramm Nr. 274 vom 2. Juni 1942 bekannt gegeben, dass der erste Judentransport am 8. Juni 1942 und der zweite am 11. Juni 1942 von Czernowitz abfahren wird.

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