Dok. 07-079
Die Analyseabteilung des britischen Geheimdienstes informiert Churchill am 11. September 1941, dass sie ihn nicht mehr über die fortdauernden Massaker an Juden unterrichten wird

In Funksprüchen vom 27.8.1941 wird erneut

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Winston Churchill (1874–1965), Berufsoffizier, Schriftsteller und Politiker; 1895–1901 Kriegsberichterstatter in verschiedenen Kolonialkriegen, von 1901 an Mitglied des Unterhauses, von 1911 an Erster Lord der Admiralität, 1922–1929 Schatzkanzler; im Sept. 1939 in das Kabinett Chamberlain berufen, von Mai 1940 an dessen Nachfolger als Premierminister; Juli 1945 Abwahl, 1951–1955 erneut Premierminister.

 

Mitteilung (streng geheim)

 

Die deutsche Polizei

In Funksprüchen vom 27.8.1941 wird erneut über Gemetzel an Juden berichtet, die sich auf die Gegend um Kamenets-Podolsk beziehen (das ist die Ecke der Ukraine, in der Polen und Rumänien aufeinandertreffen). Das [Polizei]-Rgt. [Regiment] Süd meldet 914 Erschossene, und der mit dem Polizeibataillon 302 operierende Sonderaktionsstab behauptet, sie hätten 4200 Juden erschossen, ohne eigene Verluste hinnehmen zu müssen.

Im Vergleich dazu verblasst die Behauptung der 1. SS-Kavallerie-Brigade, in der Gegend um Minsk 174 Plünderer und 21 Angehörige der Roten Armee erschossen zu haben.

(Vermerk [der] Abt[eilung]: Die Tatsache, dass die Polizei alle Juden ermordet, die ihr in die Hände fallen, sollte inzwischen hinlänglich bekannt sein. Es ist daher nicht vorgesehen, weiterhin gesondert über diese Gemetzel zu berichten, es sei denn auf ausdrücklichen Wunsch.)