Dok. 04-103
Ostdeutscher Beobachter: Artikel vom 9. April 1940 über den Umbau der Posener Großen Synagoge in ein Hallenschwimmbad

Bekanntlich wird die ehemalige Synagoge am Fischmarkt zum Hallenschwimmbad

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  • Grenze Grenze zwischen den eingegliederten Gebieten und dem Generalgouvernement

Posener Hallenschwimmbad bereits im Bau. Der Umbau der ehemaligen Synagoge. Schwimmbecken von 25 Meter Länge

 

Bekanntlich wird die ehemalige Synagoge am Fischmarkt zum Hallenschwimmbad umgebaut. Die Arbeiten hierzu sind bereits im Gange. Während überall im Reich selbst kleine und mittlere Städte sogar in den Krisenjahren und erst recht danach in der Lage waren, sich Hallenschwimmbäder zu geben, hat es eine polnische Verwaltung den 272 000 Einwohnern gegenüber, die Posen bis zum Januar 1939 zählte, nicht für nötig gehalten, ihr eine solche Einrichtung zu schaffen. Es bedarf keiner Unterstreichung, daß die Einwohnerschaft einer 300 000-Einwohnerstadt auf ein Hallenschwimmbad ein unabdingbares Anrecht hat. Wenn die Verwaltung der Gauhauptstadt nunmehr daran geht, ihr dieses Recht zuteil werden zu lassen, so geschieht das unter vollster Förderung durch Gauleiter Greiser.

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Das erste Hallenschwimmbad der Gauhauptstadt Posen wird ein ungemein dekorativer Bau, der in nichts mehr an seine frühere Zweckbestimmung erinnert.

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